EGBA fordert striktere Online-Regulierungen

Kathleen Gorlitz - 19 September 2019

EGBA ruft nach verbesserter Regulierung Von der europäischen Gaming and Betting Association (EGBA) wurden neue Anforderungen bezüglich des Online-Umfelds auf dem Kontinent gestellt. Die Überwachungsbehörde forderte die Einführung neuer, strengerer Regeln und Vorschriften, von denen sie behauptet, dass sie für den Schutz der über 12 Millionen Europäer, die online spielen und Geschäfte tätigen, von wesentlicher Bedeutung sind.

Es ist nicht das erste Mal, dass die EGBA diese Forderungen stellt, obwohl diesmal die Ergebnisse einer früher im Monat veröffentlichten Studie die Anforderung stützen. Die vom Europäischen Parlament initiierte Studie ergab, dass der Online-Markt des Kontinents Anlass zu ernsthafter Besorgnis gibt.

Ein vernichtender Bericht

Der Bericht stammte vom Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz, der sich auf Methoden zur allgemeinen Verbesserung der Online-Branche konzentrierte. Der Schwerpunkt des Berichts lag auf sogenannten Lücken in den Vorschriften für die digitale Regulierung.

Diese Lücken bestanden nicht nur im allgemeinen internetbasierten Geschäft, sondern auch im Bereich der Online Casinos. Der Bericht kam zu dem Schluss, dass die Stärkung bereits bestehender Gesetze, die Neubewertung von Vorschriften und die Einführung neuer Vorschriften der beste Weg ist, um die Lücken zu schließen. Diese Lösung würde nicht nur dazu beitragen, dass sich die Verbraucher sicherer fühlen, sondern könnte auch jährlich bis zu 6 Mrd. EUR einsparen.

Die EGBA hat die Ergebnisse des Berichts rasch erweitert und darauf hingewiesen, dass die Lücken bestehen, weil die 28 EU-Staaten nicht zusammenarbeiten. Es wurde betont, dass ein verstärkter Informationsaustausch zwischen den Nationen ein Schlüsselfaktor sei, der neben einer Reihe anderer möglicher Lösungen berücksichtigt werden sollte.

Regeln ohne Grenzen

Im Einzelnen teilte die Behördengruppe mit, dass die neuen Regulierungsregeln nicht nur strenger sein sollten, sondern sich stark auf die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern konzentrieren sollten. Es wurde darauf hingewiesen, dass die verschiedenen Länder der EU bei der Bekämpfung der Geldwäsche zusammengearbeitet haben, aber ansonsten isoliert voneinander arbeiten. Vor allem aber, betonte die EGBA, müsse der Verbraucherschutz im Mittelpunkt stehen.

Eine weitere wichtige Lösung war die Wiedereinführung einer nationalen Glücksspielbehörde. Diese Gruppe war zuvor trotz landesweiter Proteste im Jahr 2018 aufgelöst worden. Die Gruppe besteht aus Branchenexperten, die zuvor zusammengearbeitet haben, um die Regulierung aller Staaten innerhalb der EU zu unterstützen. Nach Ansicht der EGBA würde ein Zusammenschluss der Experten eine Win-Win-Win-Situation für alle Länder schaffen. Oder zumindest diejenigen, die sich bereit erklärt haben, die Vorschläge der Expertengruppe zu befolgen.

Die EU-Mitglieder haben noch keine Antwort auf die vorgestellten Lösungen gegeben, aber es werden zweifellos in der Zwischenzeit viele Konsultationen stattfinden.