EU-Glücksspielbericht zeigt Defizite auf

Kathleen Gorlitz - 11 Februar 2019

EU-Glücksspielbericht hebt Probleme hervorDie Europäische Kommission, der oberste Glücksspiel-Wächter der EU, veröffentlichte einen Bericht, in dem ausführlich die Gründe dargelegt werden, wieso das Blockieren und Sperren illegaler Websites einfach nicht funktioniert. Der Bericht, der zusammenfasst, was viele Branchenakteure schon seit vielen Jahren wissen, konzentriert sich auf einige der Schlupflöcher, die häufig von Casinospiel-Anbietern ausgenutzt werden, die auf dem schwarzen Markt aktiv sind.

Der Bericht trägt den Titel "Bewertung von Regulierungsinstrumenten zur Durchsetzung von Online-Glücksspiel-Vorschriften und zur Kanalisierung der Nachfrage hin zu kontrollierten Angeboten" und wurde von einigen als Versuch der Europäischen Union angeführt, ein einheitliches rechtliches Rahmenwerk für den gesamten Kontinent zu erschaffen. Es wird erhofft, dass jene Regierungen, die sich noch immer dem Konzept angemessener Regulierung und Legalisierung widersetzen, ihre jeweiligen Standpunkte überdenken.

Viele Regierungen halten noch immer an der Vorstellung fest, dass mit genügend Einsatz die illegalen Betreiber schließlich geschlagen oder sogar ausgemerzt werden können. Doch das ist bestenfalls ein außerordentlich naiver Gedankengang.

Zu viele Schlupflöcher zu schließen

Der Bericht bietet einige Einblicke in die verschiedenen Methoden, die von den illegalen Betreibern im Bemühen, die Langlebigkeit ihrer Tätigkeit sicherzustellen, angewandt werden. Eines der beliebtesten Verfahren, um Internetanbieter-Sperren zu umgehen, ist die Verwendung einer Website, um Internet-Traffic zu anderen Websites umzuleiten.

Viele der in den Sperrregistern aufgeführten blockierten Websites sind nicht mehr aktiv. Doch das ändert im Ganzen gesehen nichts, da die Spieler nicht wirklich auf diesen Domains verweilen. Die inaktiven Seiten sind mit allen erforderlichen Mechanismen versehen, um Spieler zu Websites umzuleiten, die noch nicht in den Sperrregistern erscheinen.

Aufruf an alle zu einheitlichem Vorgehen

Die Europäische Kommission sucht nun aktiv bessere Lösungen für das Problem des illegalen Glücksspiels und alle damit verbundenen sozialen Übel. Einer der praxisnäheren Vorschläge seitens der EU ist die Einführung eines vereinheitlichten rechtlichen Rahmenwerks. Das bedeutet, dass alle EU-Mitgliedsstaaten letztlich exakt dieselben Vorschriften und Regelungen anwenden.

Dies wird nicht nur einen Anreiz zur Legalisierung und für einen soliden globalen Glücksspiel-Markt schaffen, sondern auch sicherstellen, dass bessere Kommunikationskanäle zwischen Regulierern und Betreibern eingerichtet werden.

Quellen:

https://www.casinolistings.com