Israelische Glücksspielgesetze wirken sich auf internationale Anbieter aus

Kathleen Gorlitz - 25 Oktober 2018

Israel blockiert internationale GlücksspielmarkenIsrael macht in den aktuellen Glücksspielnachrichten Schlagzeilen, denn das Land ergreift Maßnahmen gegen Glücksspiel, was sich direkt auf die berühmtesten Onlinecasinos und iGaming-Marken auswirkt. Israel ist nach wie vor größtenteils gegen Glücksspiel. Tatsächlich sind die einzigen Branchen, die im Land ein legales Glücksspielangebot betreiben dürfen, Sportwetten und Lotterien.

Den Bürgern des Landes bleibt es nicht nur verwehrt, an traditionellen Glücksspielen teilzunehmen – Unternehmen, die einen Sitz im Land haben, dürfen auch keinerlei Plattformen zum Onlineglücksspiel betreiben, ungeachtet dessen, wer die Zielgruppe dieser Plattformen ist.

Aus diesem Grund entschied kürzlich ein Richter des Bezirksgerichts Tel Aviv zugunsten der Cyber-Abteilung des Justizministeriums und ermächtigte die Einheit effektiv, den Zugriff der Bürger auf die Dienste von drei verschiedenen Glücksspiel-Websites zu blockieren. Dabei handelt es sich um 1xBet, Toto Bet 777 und P2V Bet.

Wichtige Gruppen weiterhin vertreten

Trotz des allgemeinen Verbots von Aktivitäten und Betrieben mit Glücksspielbezug haben viele große Unternehmen Abteilungen mit Sitz in Israel. Die an der Londoner Börse notierte 888 Holdings zum Beispiel wurde von einer israelischen Gruppe gegründet. Darüber hinaus hat das Unternehmen eine Tochtergesellschaft im Bereich Marketing und Entwicklung im Land.

Viele weitere große und bekannte Betreiber haben ihre Marketing-Tochterunternehmen in Israel und beschäftigen hauptsächlich israelische Staatsbürger in ihren Abteilungen vor Ort. Dazu gehören Playtech, William Hill und Ladbrokes Coral.

Forderungen nach rechtlicher Verfolgung

Im Jahr 2017 verabschiedete das Land ein Gesetz, das es Bezirksgerichten erlaubt, alle Websites, die illegale Inhalte bewerben, zu verbieten, wozu natürlich nach den Gesetzen  des Landes auch Glücksspielinhalte gehören.

Ein Mann jedoch, ein Anwalt namens Jonathan Klinger, bei dem es sich zufällig auch um die treibende Kraft hinter der Digital-Rights-Bewegung im Land handelt, setzt sich unnachgiebig für die Verfolgung illegaler Betreiber ein, anstatt die betreffenden Websites nur auf eine schwarze Liste zu setzen. Laut Klinger finden Betreiber immer neue und kreative Wege, digitale Blacklistings zu umgehen. Der einzige Weg, das Problem zu beseitigen, sei laut Klinger eine umfassende Strafverfolgung der Täter.

Eine ähnliche Situation herrscht in Polen. Als die Nachricht laut wurde, dass illegale Anbieter ständig neue Wege finden, polnischen Bürgern ihre Dienste anzubieten, löste dies einen landesweiten Aufschrei aus. Die Situation ist seither ungewiss.

Quellen:

http://www.vegasslotsonline.com