Nektan: Restructuring pays off

Kathleen Gorlitz - 06 April 2020

Nektan blickt in die ZukunftNektan, ein führender Anbieter für Casino-Technologie und -Inhalte, hat eine wesentliche Umstrukturierung angestoßen, um Kosten zu senken und seine Geschäftsaktivitäten zu rationalisieren. Bereits letztes Jahr entschied sich das Unternehmen dazu, beinahe ausschließlich das B2B-Segment (Business-to-Business) zu bedienen.

Der Geschäftsbericht von Nektan für den Zeitraum bis zum 31. Dezember zeigte, dass die Umsätze aus dem laufenden Betrieb auf 905.000 Euro beinahe verdoppelt und die Verluste in einem Zeitraum von sechs Monaten um mehr als 40 % reduziert werden konnten. Das bedeutet, dass es dem Gaming- und Technologieanbieter gelungen ist, seine Einnahmen aus dem Tagesgeschäft um bis zu 157,1 % zu steigern – eine hervorragende Nachricht für Aktionäre und Investoren.

Nektan launcht 23 neue Sites

Nektan hat darüber hinaus 23 neue Live-Sites gelauncht – eine rekordverdächtige Menge. Das Unternehmen verfügt damit nun insgesamt über die beeindruckende Anzahl von 28 Live-Sites, zuvor waren es noch 5. Der Anbieter berichtete, dass der Großteil seiner Umsätze in Höhe von insgesamt 327.000 Euro in Großbritannien generiert wird. Die restlichen 578.000 Euro machten die anderen weltweit lizenzierten Casino-Märkte des Unternehmens gemeinsam aus.

Natürlich kommt diese herausragende Performance nicht von ungefähr: Der Casino-Spielgigant musste Unsummen für administrative und andere Ausgaben aufwenden. Die Verwaltungskosten allein beliefen sich für den angesprochenen Zeitraum von 6 Monaten auf 3,4 Millionen Euro, was einen Anstieg um 12,7 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Diese Kosten umfassen insbesondere Wertminderungen, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände.

Nektan prognostiziert Kostendeckung

Betrachtet man den Gewinn von Nektan vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, so verzeichnete das Unternehmen einen Rückgang in Höhe von 6,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Wertet man jeden Aspekt des EBITDA einzeln aus, der vom Casino-Unternehmen berichtet wurde, so sank die Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände nur geringfügig auf 528.000 Euro. Die Abschreibungen auf Sachanlagen hingegen stiegen auf das Dreifache (108.000 Euro) und die Wertminderungsaufwendungen für das Anlagevermögen wuchsen im angeführten 6-monatigen Zeitraum auf ein Maximum von bis zu 53.500 Euro an.

All dies führte zu einem operativen Verlust von insgesamt etwa 2,85 Millionen Euro. Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass dies im Vergleich zu den für den Zeitraum 2018 gemeldeten Verlusten insgesamt eine Verbesserung um 6,9 % darstellt.

Nektan erklärte jedoch, dass man trotz der Verluste damit rechne, die Kosten bereits in der ersten Hälfte des Buchjahres 2020–2021 zu decken, d. h. in den sechs Monaten bis zum 31. Dezember 2020.