Der Einfluss des Brexit auf die Online-Casinos in Deutschland

Kathleen Gorlitz - 06 August 2019

Der Einfluss des Brexit auf die Online-Casinos in DeutschlandEuropa starrt gebannt auf Großbritannien. Die Briten wollen raus aus der Union und wenn nötig auch ohne Vertrag. Vorangetrieben wird das Vorhaben durch den Brexit-Hardliner Boris Johnson. Dieser wurde unlängst mit mehr als 90.000 Stimmen zum neuen Vorsitzenden der Konservativen Partei gewählt. Beschlossen wurde das Vorhaben, das sich aus den Worten „British“ und „exit“ zusammensetzt, bereits am 23. Juni 2016. Mit einer knappen Mehrheit von 51,9 Prozent stimmte die britische Bevölkerung damals in einem Referendum für den Austritt aus der EU. Als offizielles Austrittsdatum wird der 31. Oktober 2019 geführt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird das Gründungsmitglied der Europäischen Union, die aktuell 28 Staaten umfasst, diese wieder verlassen.

Fraglich ist, was genau passieren wird, wenn das Vereinigte Königreich ausgetreten ist. Denn bisher lief in der EU nicht immer alles rund. Dennoch stand im Vordergrund grundsätzlich das Interesse, geschlossen aufzutreten. Zudem ermöglichten die Verantwortlichen den Menschen in der Europäischen Union mehr Freiheit und mehr Miteinander, denn die Grenzen sind offen. Ebenso wurde eine Marktwirtschaft geschaffen, die sich als Gegenstück zu Russland, den USA und China gestellt hat. Nun gerät das ganze Gebilde ein wenig ins Wanken. Und auch für die Glücksspiel-Branche in Deutschland, speziell für deutsche Online-Casinos, kann der Austritt Großbritanniens aus der EU Folgen haben.

Wie der Brexit das Glücksspiel beeinflussen kann

Bevor wir einen genaueren Blick auf die Rechtslage zum Angebot und zur Legalität von Online-Casinos in Deutschland werfen und erläutern, welchen Effekt der Brexit haben könnte, gibt es einen Hinweis. Als EU-Bürger werden Sie aller Wahrscheinlichkeit nach keine Probleme haben, mit deutschland-casinos.de weiterhin Ihre Lieblingsspiele genießen zu können. Genaue Regelungen in diesem Kontext müssen jedoch erst abgewartet werden. Denn für britische Staatsangehörige und das Vereinigte Königreich wird nach dem Austritt kein EU-Recht mehr angewendet. Kenner der Branche könnten schon ahnen, um was es geht – Gibraltar.

Das britische Überseegebiet vor der Südspitze der Iberischen Halbinsel ist im Falle des Brexit ebenso vom Ausstieg aus der EU betroffen. Der Inselstaat wurde 1713 offiziell von Spanien an das Vereinigte Königreich abgetreten. So gilt es für die britische Enklave, ebenfalls mit den Umwandlungen in der Europäischen Union klarzukommen. Im Kontext des Glücksspiels kommt eine interessante Note hinzu. Denn viele Online-Casinos beziehen ihre Glücksspiel-Lizenz von hier. Andere hingegen operieren mit Lizenzen aus Malta oder der Isle of Man. Für alle Anbieter, die mit der offiziellen Genehmigung von Gibraltar ausgestattet sind, wird es mit dem Brexit schwierig, hierzulande noch ein legales Glücksspiel anzubieten. Laut EU-Recht gilt es nicht mehr, wenn es mit britischer Beteiligung angeboten wird.

Schon immer ein schwieriges Pflaster

In Deutschland wird das Thema Glücksspiel schon lange heiß diskutiert. So ist es kaum verwunderlich, dass auf allen Ebenen Gespräche geführt, Abhandlungen verfasst und Theorien geschmiedet werden. Dabei können wir Ihnen versichern, das Sie auf deutschland-casinos.de weiterhin legal und absolut sicher Ihrem Hobby nachgehen können. Dennoch ist das Spiel mit Fortuna ein Topic, das besonders unter wirtschaftlichen und moralischen Aspekten diskutiert wird. So möchte der Staat seine Bürger vor den Gefahren der Spielsucht schützen. Auf der anderen Seite stehen riesige Umsätze, die dringend benötigte Mehreinnahmen für den Staat und die Länder bedeuten dürften.

So regelt aktuell der Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland diesbezüglich die Branche. Ebenso sind in ihm die Befugnisse der Länder festgelegt. Nach diesem braucht jedes Unternehmen, das in Deutschland ein Online-Casino anbieten möchte, eine Lizenz. Doch auch Wettbüros und Spielbanken sind davon betroffen. Dabei ist die Zahl auf lediglich 20 beschränkt, die nicht staatlich sein dürfen. Damit ist auch klar, warum es keine Online-Casinos in Deutschland gibt, die hier lizenziert sind. Diese Regelung widerspricht jedoch dem EU-Recht. Dementsprechend wird der Staatsvertrag nicht vor dem Europäischen Gerichtshof anerkannt, denn im Zweifelsfall steht EU-Recht über dem deutschen Recht. Daher ist das Glücksspiel aktuell legal, auch im Echtgeld-Casino oder bei den vielfältigen Sportwetten.

Der Einfluss des Brexit auf Gibraltar

Mit dem Austritt der Briten aus der Europäischen Union wird sich zwar einiges ändern – für das Spielen in einem Online-Casino in Deutschland wird jedoch erst einmal keine große Änderung erwartet. Denn vieles muss erst noch verhandelt werden. Aufgrund der Erfahrung kann man davon ausgehen, dass sich das über viele Jahre hinziehen wird. Dennoch werden deutsche Spieler ein Problem bekommen, wenn sie nach dem Brexit bei einem Anbieter aus Großbritannien spielen wollen. Diese müssen erst einmal abwarten, ob sie von der EU eine Lizenz beziehen können.

Dabei ist Gibraltar ein besonderer Fall. Der größte Effekt des Brexit wird in diesem Kontext hier zu spüren sein. Nicht nur leben viele Angestellte in Spanien und müssen dann zum Arbeiten über eine Nicht-EU-Grenze, sondern auch die Lizenzen vieler Anbieter von Online-Casinos könnten dann ungültig sein. So würde das Spielen bei solch einem Casino illegal werden. Dennoch wird das Zocken auch ohne England weitergehen. Denn alle anderen EU-Lizenzen haben weiterhin unter dem Recht der Europäischen Union Bestand.